Der Aufbau des Rechenschiebers

Bauteile und Skalenanordnung

Der zeitgenössische Rechenschieber hatte drei Teile:

  • den Körper,
  • die Zunge,
  • den Läufer.

Auf dem Körper und der Zunge sind die logarithmischen Rechenskalen angeordnet; dabei sind zusätzliche Skalen auf der Rückseite der Zunge angeordnet. Der Läufer erleichtert das Einstellen und Ablesen von Zahlenwerten. Zur Handhabung und Pflege des Rechenschiebers gibt die Anleitung zum Schulrechenstab Hinweise.

Die typischen Skalen des Rechenschiebers

Name Einteilung Bezeichnung

logarithmische Skalen 1 - 10 Körper: D
Zunge: C
log. Quadratskalen 1 - 100 Körper: A
Zunge: B
log. Kubikskala 1 - 1000 Körper: K
inverse log. Skala 10 - 1 Zunge: CI
Sinus/Cosinus-Skala 5,5° - 90° Körper bzw. Zunge: S
Tangens/Cotangens-Skala 5,5° - 45° Körper bzw. Zunge: T
Logarithmusskala 0 - 1 Zunge: L
Arcus-Skala 0,55° - 5,5° Körper: ST

Damit man Strecken addieren kann, müssen Skalen die zum Rechnen dienen, auf Körper und Zunge angeordnet sein. Skalen, die es nur einmal gibt sind nur zum Ablesen von Werten, z. B. der Winkelfunktionen.

Ablesen der Skalen

Die logarithmische Einteilung der Skalen führt dazu, dass die Strecke zwischen den Zahlen 1 und 2 auf C oder D wesentlich größer ist als die zwischen 9 und 10. Entsprechend kann man mit mehr Stellen im Bereich von Zahlen bis 3 rechnen als mit den Zahlen im rechten Teil des Rechenschiebers.

Ablesen der Skalen Ablesen der Skalen

Das gilt auch für die Winkelfunktionsskalen, z. B. für S:

Ablesen der Skalen

Eine hübsche Anwendung der Quadratskalen A und B ist die Berechnung von Geschwindigkeiten aus Fahrtstrecke (in km oder sm) und Fahrtzeit (in Minuten).


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