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Biografien
- Josef König
- wurde am 15. Nov. 1843 in Lavesum bei Haltern in Westfalen als Sohn des Gutsbesitzers geboren. Er studierte ab 1864 zunächst
Medizin in München, widmete sich aber bald den Naturwissenschaften, vor allen der Chemie. Seine Lehrer waren Liebig, von Seidel,
Jolly und Pettenkoffer. 1865 ging er nach Göttingen und hörte Chemie bei Wöhler, Weber, Beilstein und Fittig. Er promovierte
1867 mit einer Arbeit über "Äthylbenzol und Diäthylbenzol". Seine Herkunft aus einem alten Bauerngeschlecht (seit 1459
urkundlich erwiesen) und die Lehren Liebigs, Wöhlers und Pettenkoffers über die Chemie des Lebens lenkten Königs Interessen wohl
auf die Landwirtschaft und die Ernährung.
So trat er 1868 als Assistent in die landwirtschaftliche Versuchsstation für
Kurhessen in Morschen ein. König wurde 1870 vom landwirtschaftlichen Provinzialverein für Westfalen und Lippe zum Aufbau einer
solchen Versuchsstation nach Münster berufen. Er leitete die Agriculturchemische Versuchsstation in Münster von 1871 bis 1911
und entwickelte unter anderem die Abteilungen für Pflanzenschutz, für Düngelehre, für Fischzucht, und für Lebensmittelkontrolle.
Josef König gilt als der Vater der Lebensmittelchemie und er hat den Beruf des Lebensmittelchemikers mitgestaltet und die Lehre
von den Nahrungsmitteln entwickelt. Daneben war er auf den Gebieten der Hygiene und der Gesundheitspolitik einflussreich tätig.
- Albert Hilger
- wurde am 2. Mai 1839 in Homburg in der Rheinpfalz als Sohn eines preußischen Rentbeamten geboren. Er hörte als Apothekergehilfe
am Karlsruher Polytechnikum Naturwissenschaften und bezog 1860 die Universität Würzburg. Dort legte er die pharmazeutische
Staatsprüfung ab und promovierte 1862 in Heidelberg. Als Assistent ging er zu J.J. Scherer nach Würzburg zurück. Er habilitierte
1869 und wurde 18'72 als Professor der Pharmazie und angewandten Chemie nach Erlangen berufen. 1892 ging er an die Universität
München.
Während der Erlanger Jahre wandte sich Hilger mehr und mehr der Lebensmittelchemie zu. Er arbeitete unermüdlich an der Auslegung,
Verbreitung, und Verbesserung des 1879 in Kraft getretenen Nahrungsmittelgesetzes. Unter seiner und Pettenkoffers Mitwirkung
wurden in Erlangen, Würzburg und München die Untersuchungsanstalten für Nahrungs- und Genussmittel gegründet. Hilger hat als
Lehrer, Forscher, Organisator und Buchredakteur eine vielseitige Tätigkeit entwickelt. Er war Dirigent des Agriculturchemischen
Laboratoriums von Unterfranken und seit 1874 Mitarbeiter, ab 1878 Herausgeber der "Jahresberichte für Agriculturchemie".
Er gehörte zu den Initiatoren der 1883 gegründeten "Freien Vereinigung bayerischer Vertreten der angewandten Chemie",
die sich 1901 in die "Freie Vereinigung Deutscher Nahrungsmittelchemiker" umwandelte. Hieraus ging der "Verein
Deutscher Lebensmittelchemiker " Hervor, der seit 1951 die Fachgruppe "Lebensmittelchemie und gerichtliche Chemie"
ist.
Hilger gab die Jahresberichte der Freien Vereinigung heraus, die bei Paul Parey in Berlin erschienen. Aus diesen
Jahresberichten wurde 1886 die Vierteljahresschrift herausgespalten, über deren
Gründungsphase
ich schon berichtet habe. Am 15. April 1886 hatten A. Hilger und P. Parey einen Verlagsvertrag unterschrieben, als Herausgeber
waren genannt J. König, E. Sell und R. Kayser vom Landesgewerbemuseum in Nürnberg.
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- Ernst Albert Bames
- war am 10. Juni 1880 in Saulgau/Württ. als Sohn eines Staatsbeamten geboren und verlebte seine Kindheit in Ulm, wo selbst er
das Gymnasium besuchte, an dem er 1899 die Reifeprüfung bestand und anschließend die Apotheker Laufbahn ergriff. Nach seiner
praktischen Ausbildung in Aalen/Württ., Ulm und in Murten in der Französ. Schweiz widmete er sich in den Jahren 1904 bis 1909 an
den Universitäten in Berlin und Tübingen dem Studium der Pharmazie und Chemie,' bestand 1909 das Staatsexamen als Apotheker und
promovierte im gleichen Jahre zum Dr. phil. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Assistent am Chem. Laboratorium der
Universität Tübingen und dem Städt. Untersuchungsamt in Ulm trat er 1910 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in das Kaiserliche
Gesundheitsamt in Berlin ein, legte 1912 die Staatsprüfung als Nahrungsmittelchemiker ab und war vom Jahre 1913 ab als Assistent
an der Staatl. Nahrungsmittel-Untersuchungsanstalt, Berlin, der späteren Preuß. Landesanstalt für Lebensmittel-, Arzneimittel-
und gerichtliche Chemie, der jetzigen Reichsanstalt, tätig. Am 1. April 1918 erfolgte seine planmäßige Anstellung als
wissenschaftliches Mitglied und seine Ernennung zum Professor. Von 1923 bis 1932 Hilfsarbeiter im Preuß. Ministerium für
Volkswohlfahrt und nach dessen Auflösung im Neuß. Ministerium des Innern, wurde Bames am 1. Mai 1933 zum Oberregierungsrat
ernannt und mit der Preuß. Medizinalabteilung 1934 in das Reichsministerium des Innern übernommen. Am 19. Juli 1940 wurde er
daselbst Ministerialrat.
Bames vertiefte schon frühzeitig in die mannigfachen Zweiggebiete der Lebensmittelchemie; er war nicht nur ein kenntnisreicher
Chemiker und ein erstklassiger Botaniker, sondern verfügte auf allen Gebieten der Naturwissenschaften über ein umfangreiches
Wissen. Da war es naheliegend, daß der Präsident der Landesanstalt, Geh. Regierungsrat Professor Dr. Juckenack, ihn schon bald
als seinen engeren Mitarbeit heranzog und ihn später in seinen Wirkungskreis im Ministerium mit übernahm. Nach dem Ausscheiden
von Juckenack aus dem Staatsdienst war kein anderer so wie Bames berufen, die Stelle des Sachbearbeiters für Lebensmittelchemie
im Ministerium anzutreten. Daneben hatte er einen Lehrauftrag für Lebensmittelchemie an der Technischen Hochschule in
Charlottenburg und war Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Hauptprüfung der Lebensmittelchemiker. Neben der Durchführung
der Lebensmittelgesetzgebung einschließlich der Weinkontrolle betraf sein Aufgabengebiet im Ministerium die Ausbildung der
Lebensmittelchemiker und die Angelegenheiten der Lebensmitteluntersuchungsanstalten. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten,
insbesondere Mitarbeit an dem von Bömer, Juckenack und Tillmans herausgegebenen "Handbuch der Lebensmittelchernie",
dem er die ausländische Gesetzgebung bearbeitet hat, sind von ihm veröffentlicht worden. Er war Verfasser des
"Lebensmittellexikons", eines handlichen, volkstümlichen Nachschlagewerkes, und Mitherausgeber der
"Zeitschrift für Untersuchung der Lebensmittel", in der er insbesondere die Beilage für Gesetze, Verordnungen und
gerichtliche Entscheidungen bearbeitet hat. (Nach dem Nachruf von Professor Dr. Petri. Oberchemierat Dr. Egger,
Z. Lebensm.unters. 87, 1 (1944))
- Adolf Juckenack
- ist aus dem Apothekerstande hervorgegangen, hat er bei Adolf v. Baeyer und A. Hilger in München studiert und, sich dort die
philosophische Doktorwürde erworben. Hilger war es auch, der ihn für die Lebensmittelwissenschaft begeisterte. Bis zum Frühjahr
1900 war er in der Staatlichen Lebensmitteluntersuchungsanstalt in München tätig, wurde dann als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter
in das Reichsgesundheitsamt einberufen, verließ dieses aber schon nach Jahresfrist, um in Berlin eine Staatliche
Lebensmitteluntersuchungsanstalt einzurichten. Jetzt erst entwickelte sich die Kampfnatur Juckenacks, und zwar hatte er zu kämpfen
für die Anstalt, für die man ihm weder das notwendige Personal noch die notwendigen Geldmittel bewilligen wollte, gegen die
Lebensmittelfälscher, die nur langsam den gewonnenen Boden verlieren wollten, gegen Sachverständige, die oft Mißbräuche des
Handelsbrauch hinzustellen sich bemühten, gegen Rechtsanwälte, die häufig ihren Klienten zum unverdienten Recht verhelfen wollten.
Diese Kämpfe erforderten einen starken, unerschütterlichen Charakter und ein energisches Zugreifen; in dieser Zeit war Juckenack
für viele eine gefürchtete Persönlichkeit. Unbeirrt schritt er nunmehr von Erfolg zu Erfolg. Im Jahre 1905 wurde er als Leiter der
Staatlichen Untersuchungsanstalt Professor, 1911 Regierungsrat, 1914, kurz nach Ausbruch des Krieges, wurde er ins Preußische
Ministerium des Inneren berufen, 1915 wurde er dort Referent für das Lebensmittel- und Apothekenwesen, 1917 wurde er Geheimer
Regierungsrat und erhielt einen Lehrauftrag für Lebensmittelchemie an der Technischen Hochschule in Berlin, 1918 wurde er dort
Honorarprofessor, 1921 Ministerialrat im Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt. im Jahre 1926 erhielt er als Leiter der
Staatlichen Nahrungsmitteluntersuchungsansfalt die Amtsbezeichnung Präsident. Leider hatte die aufregende Arbeit der Kriegs- und
Nachkriegszeit ein Herzleiden, das seinerzeit Juckenacks Ausscheiden aus dem Einjährig-Freiwilligendienst zur Folge gehabt hatte,
so stark gefördert, daß ein gesundheitlicher Zusammenbruch erfolgte, der ihn zwang, in den Ruhestand zu treten. Zur selben Zeit
ernannte ihn die Technische Hochschule in Braunschweig in Anerkennung seiner großen Verdienste um Wissenschaft und Praxis der
Lebensmittelchemie zum Doktoringenieur ehrenhalber.
Einige seiner Arbeiten sind heute noch grundlegend für die Untersuchung der Lebensmittel. Große Bedeutung erlangte seinerzeit der
Nachweis der Vergiftung mit Methylalkohol, die in Berlin infolge der Verwendung von denaturiertem Alkohol (Brennspiritus) als
Trinkbranntwein zahlreiche Opfer gefordert hatte. Juckenacks, mehr auf lebensmittelrechtlichem Gebiete liegende Arbeiten sind so
zahlreich, daß eine auch nur teilweise Aufzählung im Rahmen dieser kurzen Abhandlung nicht möglich ist. Seit 1917, nach v. Buchkas
Tode, war er Mitherausgeber unserer Zeitschrift, deren Beilage "Gesetze und Verordnungen" er 1909 gegründet und seitdem
bearbeitet hat. (Nach dem Nachruf von E. Bames, Z. Lebensm.unters. 78, 1 (1939))
- Josef Tillmans
- wurde am 4. Juli 1876 zu Ramsdorf in Westfalen als Sohn des Kaufmanns Peter Josef Tillmans und seiner Gattin Karoline, geb.
v. Mulert, geboren. Nach Absolvierung des Städtischen Realgymnasiums zu Münster i. W., das er Ostern 1896 mit dem Zeugnis der
Reife verließ, widmete er sich an der Universität Münster dem Studium der Chemie und dort Schüler der Chemiker Kaßner, König,
Salkowski und Thiel, des Physikers Ketteler, der Botaniker Brefeld und Zopf, des Mineralogen Busz, des Mathematikers v. Lilienthal
sowie des Philosophen Hagemann. Nach bestandenem Verbandsexamen war er von 1899 bis Mitte 1900 in der Alizarinfabrik von Gaube
& Co. in Eitorf a. d. Sieg tätig. Nach Münster zurückgekehrt, widmete er sich bei J. König an der Landwirtschaftlichen
Versuchsstation dem Studium der Nahrungsmittelchemie, promovierte bei ihm dort am 3. Juli 1902 auf Grund einer Arbeit
"Über das Fadenziehend- und Schleimigwerden von Brot und Milch" und legte im April 1904 dort die Hauptprüfung für
Nahrungsmittelchemiker ab. Bald darauf ging er an das Chemische Untersuchungsamt für die Auslandsfleischbeschau in Emmerich
und wurde sodann als Chemiker an das Tiefbauamt der Stadt Frankfurt a. M. berufen, wo er sich mit größtem Erfolge mit Wasser-
und Abwasserfragen zu beschäftigen begann. 1909 wurde er als Leiter der Chemischen Abteilung des inzwischen neugegründeten
Städtischen Hygienischen Instituts berufen, die 1913 Städtisches Nahrungsmittel-Untersuchungsamt wurde. 1922 wurde dieses Amt
zu einem selbstständigen Institut unter seiner Leitung erhoben und trug von da an die Städtisches Nahrungsmittel-Untersuchungsamt
und Universitäts-Institut für Nahrungsmittelchemie". Inzwischen hatte sieh Tillmans im Jahre 1915 an der Universität für
Nahrungsmittelchemie habilitiert; 1917 wurde er dort außerordentlicher und 1920 ordentlicher Professor für Nahrungsmittelchemie.
Er war Mitglied des Reichsgesundheitsrates und lange Zeit Vorsitzender der Fachgruppe für Wasserchemie im Verein Deutscher Chemiker.
In diesen Stellungen hat Tillmans eine außerordentlich umfangreiche und fruchtbare Tätigkeit entfaltet. Zahlreiche Schüler sind
aus seiner Anstalt hervorgegangen; sie haben unter ihm eine sorgfältige und gediegene Ausbildung erfahren. Tillmans
wissenschaftliche Arbeiten bezogen sich naturgemäß zunächst auf das Gebiet der Wasserchemie, auf dem er sich namentlich mit den
Fragen der aggressiven Kohlensäure sowie der Enteisenung und Entmanganung beschäftigte, ein Gebiet, auf dem er einen
außergewöhnlichen Ruf erlangte und der zur Folge hatte, daß er in schwierigen Fragen der Wasserversorgung seitens der Praxis im
In- und Auslande als maßgebender Sachverständiger hinzugezogen wurde.
Ein zweites Gebiet, das Tillmans besonders bearbeitete, waren die Fragen um das Vitamin C, insbesondere die Methodik seiner
Reindarstellung, der Ermittelung seiner Eigenschaften und seiner Bestimmung in den Lebensmitteln. Diese sorgfältigen und
erfolgreichen Untersuchungen haben seinen Namen auch in der medizinischen Welt bekannt gemacht. Eine weitere vielbeobachtete
und praktisch wichtige Entdeckung von Tillmans war der Nachweis des Trifructosans im Roggen, die nicht nur wissenschaftliches
Interesse, sondern auch in analytischer Hinsicht große Bedeutung besitzt. Tillmans verfaßte als Grundlage für das Studium
sein vortreffliches "Lehrbuch der Lebensmittelchemie" (1927 bei J. F. Bergmann in München erschienen). Seine weiteren
Werke "Wassereinigung und Abwasserbeseitigung" (1912 bei W. Knapp in Halle erschienen) sowie "Die chemische
Untersuchung von Wasser und Abwasser" (1. Aufl. 1915, 2. Aufl. 1932 bei W. Knapp in Halle erschienen) sind dagegen für
die Praxis des Chemikers bestimmt; sie haben wegen ihres gediegenen Inhalts allgemeine Anerkennung gefunden. Seit dem Tode
J. König's im Jahre 1930 war Tillmans dieser Zeitschrift und seit 1933 Mitherausgeber des "Handbuches der
Lebensmittelchemie".
(Nach dem Nachruf von A. Bömer. A. Juckenack, Z. Lebensm.unters., 69, 14 1935))
- Karl von Buchka
- wurde am 7. Mai 1856 geboren, studierte in Göttingen, Greifswald und München und habilitierte sich 1882 in Göttingen als
Privatdozent für Chemie. Im Jahre 1891 wurde er dortselbst zum außerordentlichen Professor ernannt, verließ aber 1895 die
akademische Laufbahn, um zunächst als Mitglied in das Kaiserliche Patentamt einzutreten. Aber diese Tätigkeit dauerte nur kurze
Zeit. Im Jahre 1897 wurde K. von Buchka an Stelle des verstorbenen Eugen Sell als Vorsteher der chemisch-bakteriologischen
Abteilung ins Kaiserliche Gesundheitsamt berufen, in welcher Stellung er auch einen lebhaften Anteil an der Aufstellung von
Vereinbarungen zur einheitlichen Untersuchung und Beurteilung von Nahrungs- und Genußmitteln sowie von Gebrauchsgegenständen für
das Deutsche Reich nahm. Seine Neigung zur akademischen Lehrtätigkeit wurde dadurch befriedigt, daß er gleichzeitig zum Dozenten
für Nahrungsmittelchemie an der Technischen Hochschule in Charlottenburg und später auch zum ständigen Mitgliede des
Abteilungskollegiums für Chemie und Hüttenkunde dieser Hochschule bestellt wurde. Diese Tätigkeit behielt K. von Buchka auch bei,
als er 1902 zum Geh. Regierungsrat und Vortragenden Rat im Reichsschatzamt sowie zum Direktor der Kaiserl. Technischen
Prüfungsstelle ernannt wurde. Wie hoch hier seine rastlose und ersprießliche Tätigkeit geschätzt wurde, erhellt daraus,
daß er 1906 zum Geh. Ober-Reg.-Rat und 1916 zum Wirkl. Geh. Ober-Reg.-Rat mit dem Range der Räte I. Klasse aufrückte.
In allen diesen Stellungen hat K. von Buchka auch eine reiche wissenschaftliche Tätigkeit entfaltet. Im Anfange der Göttinger
Zeit erstreckten sich seine Forschungen vorwiegend auf das Gebiet der organischen Chemie; 1891/92 gab er ein zweibändiges
Lehrbuch der analytischen Chemie heraus, das sich durch besondere Klarheit auszeichnet und dessen 1. Band 1901 in 2. Auflage
erschien. Er war Mitarbeiter an Erlenmeyer's Lehrbuch der organischen Chemie, an den physikalisch-technischen Tabellen zu
Dammer's Handbuch der unorganischen Chemie und gab 1896 Liebig-Kopp's Jahresbericht über die Fortschritte der Chemie heraus.
Von 1897 an dagegen wendete sich K. von Buchka ganz dem Gebiet der Nahrungsmittelchemie zu. Wer diese Wandlung mit durchlebt hat,
muß staunen, mit welcher Schnelligkeit und mit welchem tiefen Verständnis er sich in das ihm neue Gebiet hineingearbeitet hat.
Schon 1898 verfaßte er die Sammlung der Bestimmungen über die Prüfung der Nahrungsmittelchemiker, 1899 eine Abhandlung über die
Bestimmung von Zucker in zuckerhaltigen Waren, 1901 die Schrift Die Nahrungsmittelgesetzgebung im Deutschen Reiche (2. Aufl. 1902),
1902 Das Gesetz betreffend die Schlachtvieh- und Fleischbeschau und seit einigen Jahren unter Mitwirkung von Fachgenossen
"Das Lebensmittelgewerbe ein Handbuch für Nahrungsmittelchemiker, Vertreter von Gewerbe und Handel usw."
(Nach dem Nachruf von H. Beckurts, J. König, A. Bömer, Z. Lebensm.unters., 33, 28 (1917))
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